20 Tage erlebte Eva Praschma vom TUI ReiseCenter Herne das große Natur-Abenteuer auf der MS Artania
Wiedereinmal hieß es „Leinen los und Willkommen an Bord!“ Diesmal war es nicht ein moderner Neubau einer großen Reederei, wie ich es gerade erleben durfte, sondern ein erfahrenes, zuverlässiges Schiff, das 1984 als „Royal Princess“ in Finnland gebaut und von Diana, Princess of Wales, getauft wurde. Nach Einsätzen bei P & O Cruises als „Artemis“ (2005 – 2011) folgte schließlich im Mai 2011 die Übernahme durch den Bonner Reiseveranstalter Phoenix und die Umbenennung in „MS Artania“. Das damals neue Flaggschiff der Phoenix-Flotte besticht bis heute durch seinen klassischen weißen Ozeanliner-Stil. Regelmäßige Werftaufenthalte mit technischen und optischen Modernisierungen trugen zur Kraftstoffeffizienz und Steigerung des Komforts bei. Ca. 1200 Gäste und 510 Crew-Mitglieder können an Bord. Einigen von Euch wird sie durch die ARD-Serie „Verrückt nach Meer“ bekannt sein. Sie erlangte hier durch Kapitän Morten und der sympathischen Crew mit persönlichen Reiseberichten, gerade beim deutschen Publikum viel Anklang. Einige Hundert Folgen wurden gedreht. Das mal kurz für Euch als kleine Info zum Schiff😉.




Malerisch ging die Sonne im Hafen von Ijmuiden unter, als wir unsere Kabinen bezogen hatten und erwartungsvoll das Auslaufen auf den verschiedenen Decks erwarteten. Noch zu den Kabinen, sie sind gemütlich eingerichtet, ein bisschen gewöhnungsbedürftig, da die Betten, dem Platz geschuldet, zum Teil auseinanderstehen. Man könnte sie zusammenschieben, käme dann aber nicht mehr auf den Balkon😃. Das Bad ist prima groß und mit Rituals Artikeln ausgestattet. Eine Kaffee-Maschine mit Kappseln steht zur Verfügung und ist inklusive, die Minibar samt Wasser exklusive. Es gibt viel Platz zum Verstauen und Einräumen, lediglich die Klimaanlage konnte trotz mehrfacher Nachfrage nicht abgestellt werden, leider. Hier mal einer kleiner Eindrück für Euch:










Los ging es..
Aus dem beschützten Hafen von Ijmuiden auf das weite Meer und in die Nacht Richtung Shettland-Inseln.
Um es möglich kurzweilig für Euch zu halten, zeige ich Euch gern einige Eindrücke vom Schiff und auch der Route. 20 Tage würden hier den Rahmen sprengen und eher zu einem Roman führen😉. Lasst Euch einfach von den Bildern inspirieren.









Die Route der MS Artania war einfach wunderschön. Neben unendlichen Meeresweiten, tagelangen Polarnächten mit Mitternachtssonne und gleißendem Sonnenlicht auf dem Meer, gab es an den einzelnen Anlaufpunkten viel zu sehen. Ich hatte meine Ausflüge mit dem Bordrad (4 Std./19€, ganzer Tag 30€, inkl. Helm) selbst organisiert und auf eigene Faust jede Menge entdecken können. Vor Rejkjavik zum Beispiel, gab es einen wunderschönen Küstenpfad, der nur so einlud, in die Landschaft der ehemalige Wikinger Hochburg einzutauchen.
Besonders prägnant: Hier begann die skandinavische Besiedlung um 874 n. Chr. durch den Wikinger Ingolfur Arnarson.











Um Euch den Routenverlauf und die Stationen zu zeigen, schreibe ich sie hier einmal kurz auf:
Start: Ijmuiden (eigentlich Bremerhaven, aber durch einen Reparatur-Aufenthalt in der Werft, einmal anders)
- Schottland / Shetlandinseln: Lerwick
- Färöer-Inseln: Runavik
- Island: Reykjavik, Isafjördur, Akureyri
- Spitzbergen / Arktis: Passagen und Stopps im Archipel von Spitzbergen, Longyearbyen
- Norwegen / Nordkap: Honningsvåg (Nordkap), Tromsø, Trondheim, Bergen
- Ende in Bremerhaven


Eine wirklich empfehlenswerte und wunderschöne Route!

Die Mitternachtssonne…

Das Gletschereis… taut..

Frühstück bei Wind und Wetter draußen im Lido-Buffet-Restaurant, hier mit Blick auf den schönen Hafen von Honningsvag. Der Hafen ist nicht groß, aber ringsherum gibt es viele kleine Buchten zu erlaufen, kleinere Läden, wirklich schön!


Humor und Erfindungsreichtum zeichenen die Norweger aus, man weiß sich zu helfen wie hier am Pub..😉

Mitternachtssonne und Fussball-WM und das mitten in der Arktis, ein schon sehr außergewöhnliches Erlebnis!














Ein Brückenbau kurz vor Bergen, beeindruckend!






Im arktisch-botanischen Garten von Tromsö. Es ist der nördlichste botanische Garten der Welt. Er liegt auf der Insel Tromsoya und gehört zur Arktischen Universität Norwegen. Der Eintritt ist völlig kostenlos( getragen durch die Uni). Im Hintergrund die MS Artania. Ein kleiner Fussmarsch von ca. 500m vom Schiff, und schon ist man da. Absolut sehenswert, wunderschön angelegt!


Zurück an Bord.
Fest installiert und bei jedem Wetter verfügbar, die „analogen“ Fitnesstrainer. Ein kleines, modernes Fitnesscenter gibt es auch.
Es gab eine Menge zu erleben, auf dieser Reise. Viel atemberaubende Natur, aber auch tauende Gletscher, karge schnee- und eislose Felsenformationen, die nachdenklich und traurig machten..! Der Klimawandel ist nirgends deutlich sichtbarer als hier!


Gut sortiertes Chaos am Abreisetag mit verwunderten Blicken..😃! Sämtliches Gepäck, dass bis zu einer bestimmten Uhrzeit vor die Kabine gestellt werden sollte, fand sich am morgen auf Deck 4 wieder und wartete auf den Transport in die Gepäckhalle von Bremerhaven…

Mein Fazit:
Die MS Artania ist ein stolzes Schiff aus der Ära der „Classic Ocean Liner“. Es genießt ein langjähriges, älteres Stammpublikum, das einen persönlichen Kontakt mit Kapitän, Kreuzfahrtdirektor und Crew zu schätzen weiß. Sie ist definitiv auf ein Pulikum im fortgeschrittenen Alter ausgelegt (70+). Die Atmosphäre ist leger und gediegen. Aufgepasst: Es gibt keinerlei Einrichtungen für Familien wie Kinderclubs, Animation, Spielezimmer. Kinder und jüngere Familien an Bord sind die absolute Ausnahme! Auch Raucher kommen hier durch viele fest installierte Aschenbecher auf Deck 4 (Promenadendeck) auf ihre Kosten. Die Ausstattung des Schiffes ist durchweg klassisch, maritim, nostalgisch und wird von der eingeschworenen Fan-Gemeinde geliebt. Mehr zum Schiff, der „Grand Lady“ und den Möglichkeiten an Bord sowie weitere Infos, gern bei uns im Reisebüro.
Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick zur Route und zum Schiff vermitteln und würde mich freuen, Euch demnächst
bei uns im ReiseCenter Herne begrüßen zu dürfen.
Bis zum nächsten Mal,
liebe Grüße
Eure Eva Praschma

